High Heels & Plateau Pumps in 360° Ansicht

High-Heels – wie läuft man richtig

High-Heels – wie läuft man richtig

Endlich – es ist Sommer. Die kurzen Kleider und Röcke, Shorts und Tops werden aus dem Kleiderschrank gekramt und farbenfroh kombiniert. Und was natürlich nicht fehlen darf: Schuhe. Am besten hohe Schuhe, High Heels, Pumps und Stilettos sind immer angesagt. Doch wie soll man eigentlich vernünftig in diesen unnatürlichen Schuhen laufen?

Warum High Heels?

High Heels stehen für Weiblichkeit. Sie verlängern die Beine, betonen den Hüftschwung und mogeln für die kleineren Damen ein paar Zentimeter hinzu. High Heels repräsentieren die femininen Seiten und ergeben mit einem schönen Kleid oder Rock ein sinnliches Gesamtbild einer Frau. Farben können dabei ebenso sehr den Stil beeinflussen, wie das Design der Schuhe.

Laufen will geübt sein

Das Laufen auf High Heels ist so schon schwierig genug. Und dann soll man dabei auch noch grazil und elegant aussehen – leichter gesagt als getan. Schuhe, deren Absätze höher sind als zehn Zentimeter, bezeichnet man als High Heels. Häufig sieht man auf den Straßen jedoch Höhen von vierzehn oder fünfzehn Zentimetern. Models müssen auf dem Laufsteg schon mal auf zwanzig Zentimetern oder noch mehr laufen können. Allerdings sollten Models nicht unbedingt als Vorbild gesehen werden – zumindest nicht von Anfang an. Die wenigsten können schon bei ihrem ersten Versuch überhaupt auf einer mehr oder weniger geraden Linie laufen, ohne mehrmals umzuknicken und hinzufallen. Es erfordert schrittweises Training und die richtige Übung, um vernünftig auf Stöckelschuhen zu laufen und dabei auch noch gut auszusehen.

Vorbereitungen und Trainingsphase

Wer nie oder nur selten High Heels trägt, sollte sich vor dem Tragen der Schuhe kurz dehnen. Da beim Tragen von hohen Schuhen die vorderen Sehnen des Fußes überdehnt werden, während die Wadensehnen verkürzt sind, sollte man als Vorbeugung gegen Verletzungen und Überstrapazierungen das Dehnen nicht auslassen. Dabei sollten vor allen Dingen die Füße durch Drehbewegungen gelockert und die Zehen auf und ab bewegt werden.

Der nächste Schritt ist die Wahl der geeigneten Schuhe. Für untrainierte empfiehlt es sich, mit kleineren Absätzen zu beginnen. Von den fünf Zentimetern aufwärts kann eine wöchentliche Erhöhung von ein bis zwei Zentimetern den Umstieg um ein Wesentliches erleichtern.

Als nächstes folgt die Trainingsphase. Für einen eleganten Gang sollte in einem Raum mit relativ viel Platz geübt werden. Dabei gilt es, eine gespannte Körperhaltung einzunehmen und diese zu halten. Der Kopf steht als Verlängerung der Wirbelsäule, das Kinn ist leicht angehoben, wobei hier ein gesundes Maß gefunden werden muss, da sonst ein seltsam arroganter Eindruck entsteht. Ansonsten gelten die typischen Model-Regeln: Brust raus, Bauch rein, Schultern nach hinten unten ziehen.

Nun geht es zum Gang: Am besten ist es, sich mit einem Klebestreifen eine gerade Linie entlang des Boden zu ziehen. Man muss nicht hundertprozentig dieser Linie folgen und sollte es auch nicht, dieser Gang ist den Models vorbehalten und wirkt auf der Straße etwas unangebracht. Dennoch hilft die Übung auf der Linie, die Balance zu halten und nicht mit den Füßen einzuknicken. Beim Laufen sollte weiterhin auf die Körperhaltung geachtet werden. Wichtig ist auch die Schrittlänge: kleine Schritte wirken feminin und grazil, lange Schritte eher maskulin und ungeschickt.

Sobald dieser Gang mehr oder weniger sitzt, kann mit dem Hüftschwung und den Armen gearbeitet werden. Vorher sollte noch überprüft werden, ob die Knie beim Gehen mitwippen oder nicht. Dies sollte nämlich vermieden werden, da sonst ein merkwürdiges Bild entsteht, das ganz und gar nicht sexy wirkt. Man kann es sich so vorstellen, dass die Knie fest verankert sind und nur minimalen Bewegungsspielraum haben. Häufig geht das Gerücht um, man müsse beim Tragen von High Heels mit dem ganzen Fuß auf den Boden treten und dürfe nicht abrollen. Dies ist zwar bequemer, sieht aber sehr unnatürlich aus und sollte deshalb gemieden werden. Lieber erst mit dem Absatz auftreten und dann so langsam wie möglich zur Zehenspitze hin abrollen. Den meisten fällt sofort auf, dass das Abrollen auf High Heels sich anders anfühlt, als mit Turnschuhen oder Sneakers. Das ist völlig normal und man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Der Hüftschwung entsteht meist zum Teil von selbst. Beim Auftreten mit dem einen Fuß sinkt der andere etwas hinunter, sodass automatisch auch die Hüfte etwas schräg hängt. Das mehrfache Wiederholen durch hintereinander folgende Schritte erzeugt einen leichten Hüftschwung, der auch künstlich etwas intensiviert werden kann (in Maßen natürlich).

Wer all diese Schritte befolgt hat, sie mehrere Male geübt hat und inzwischen auch auf den ganz hohen Schuhen laufen kann, wird sich bald die Frage stellen:

Was soll jetzt mit den Armen passieren?

Für einen natürlich wirkenden, trotzdem interessanten Gang empfiehlt es sich immer, eine Hand in die Rock- oder Hosentasche zu stecken. Wer allerdings keine Tasche hat, kann sich entweder mit der einen Hand an der Tasche festhalten, oder versuchen, beide Arme locker hängen zu lassen. Letztere Variante sollte allerdings nach Möglichkeit nur als Ausweg dienen, da die hängenden Arme nicht an jedem gut aussehen. Die mitwippenden Hände sollten dabei nicht vollständig frei hängen, sondern etwas angespannt hinter dem Gang herziehen.

Die richtige Höhe

Hat man also endlich den richtigen Gang, einen anziehenden Hüftschwung und die perfekte Armstellung drauf, bleibt noch die Wahl der richtigen Schuhe. Eine große und günstige Auswahl finden Sie hier. Stilistische Tipps findet man zahlreich in Modemagazinen, zu der richtigen Höhe der Schuhe gibt es aber nur wenige Hinweise.

Es gibt einen kleinen Trick, mit dem man herausfinden kann, welche Höhe individuell am besten passt:

Dabei setzt man sich auf einen Stuhl, streckt ein Bein gerade nach vorne, parallel zum Boden, und misst dann (am besten mit Hilfe) erst von der Zehenspitze zum Boden und dann von der Ferse zum Boden. Beide Ergebnisse werden voneinander abgezogen und die Differenz dient als Referenz für die optimale Höhe der Schuhe. Wer sich nicht darum kümmert, was anatomisch richtig ist, kann sich folgende Faustregel vor Augen führen: Schuhe mit Absätzen von bis zu acht Zentimetern sind meist noch erträglich was längere Laufstrecken betrifft, ab zehn Zentimetern ist es jedoch empfehlenswerter, ins Auto zu steigen und sich nach Möglichkeit immer um eine Sitzgelegenheit umzusehen.

Abschließend noch ein passendes Video: